Sentinel
Sentinel prüft die Daten jeder Website stündlich und meldet sich per E-Mail, Slack, Microsoft Teams oder Webhook, sobald das Tracking gestört aussieht.
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Überblick
Tracking fällt selten mit einer Fehlermeldung aus. Ein neues Consent-Banner, eine Änderung im Tag Manager oder ein Relaunch ohne Tracking-Code, und Matomo erfasst einfach weniger Besuche oder keine Konversionen mehr. Meist fällt das erst auf, wenn jemand den Monatsbericht öffnet, und die fehlenden Daten lassen sich nicht nachholen.
Sentinel prüft die Daten jeder Website stündlich und vergleicht sie mit dem, was für genau diese Website normal ist: dem Median desselben Wochentags und derselben Stunde der letzten 8 Wochen. Sieht das Tracking gestört aus, meldet sich Sentinel per E-Mail, Slack, Microsoft Teams oder Webhook, und sobald die Daten wieder normal aussehen, mit einer Entwarnung. Weil Sentinel die Rohdaten des Trackings liest, sieht eine verspätete Archivierung nie wie ein Ausfall aus.
Die Checks
- Keine Besuche mehr (kritisch): mehrere Stunden ohne Besuche (Standard 3), obwohl die Website zu dieser Zeit sonst genug Besuche hat.
- Einbruch der Besuche (kritisch): ein Tag mit deutlich weniger Besuchen als derselbe Wochentag sonst.
- Ziel erfasst nichts mehr (Warnung): ein Ziel, das sonst regelmäßig erreicht wird, oder die Bestellungen eines Shops, seit einigen Tagen ohne Konversion (Standard 2).
- Ungewöhnlicher Anstieg (Bots, Spam) (Warnung): deutlich mehr Besuche als sonst, zusammen mit Anzeichen für Bots oder Spam wie einer sehr hohen Absprungrate, sehr kurzen Besuchen, einem dominierenden Land oder Provider oder einem neuen Verweis.
- Aktionen pro Besuch auffällig (Warnung): Die Aktionen pro Besuch ändern sich stark, ein Hinweis auf doppelt oder gar nicht erfasste Seitenaufrufe.
- Tracking-Fehler (Warnung): Matomo lehnt Tracking-Anfragen ab (unbekannte Website-ID, fehlende Authentifizierung).
- Archivierung (Warnung): Die Archivierung hält die Berichte nicht aktuell, oder eine große Website wird im Browser archiviert.
- CNIL-Ausnahme bei deutscher Website (Hinweis): Die CNIL-Richtlinie von Matomo ist für eine Website aktiv, die sich an Deutschland richtet.
Welche Checks laufen und wie empfindlich sie sind, legen Sie für jede Website einzeln fest.
Alarme ohne Alarmflut
Sentinel schickt einen Alarm, wenn ein Problem beginnt, und eine Entwarnung, wenn es vorbei ist, ohne Wiederholungen dazwischen. Bekommt eine Website gar keine Besuche mehr, warten die Folgealarme, statt Ihr Postfach zu füllen. Kritische Alarme gehen immer sofort raus, Warnungen auf Wunsch gesammelt als Tagesbericht um 8:00 Uhr (Zeit der Website), Hinweise erscheinen nur in Matomo. Ruhezeiten halten neue Vorfälle während einer Wartung zurück, und jede Alarm-Mail enthält einen Abmeldelink für ihren Empfänger.
Überblick in Matomo
- Besucher → Tracking-Gesundheit: Gesundheitswert von 0 bis 100, offene Vorfälle und die letzten 30 Tage, auch als Widget für das Dashboard.
- Administration → Diagnose → Sentinel: Checks, Empfänger, Webhooks, Ruhezeiten und Testnachricht pro Website.
- Administration → Diagnose → Systemprüfung: Zeitpunkt des letzten Laufs von Sentinel und offene Vorfälle.
Datenschutz
Sentinel speichert stündliche Besuchszahlen pro Website (keine personenbezogenen Daten, 70 Tage) und die Vorfälle, die es findet, alles in Ihrer Matomo-Datenbank. Es sendet keine Daten nach außen, nur Alarme an die E-Mail-Adressen und Webhooks, die Sie eintragen.
Voraussetzungen
Matomo 5.0 oder neuer, PHP 8.1 oder neuer und der Cronjob von Matomo (core:archive) oder die Aufgaben über den Browser, denn Sentinel läuft stündlich als geplante Aufgabe.
Das optionale Zusatz-Plugin Sentinel Pro ergänzt Prognosen als Erwartungswerte, Feiertage pro Website, Checks für einzelne Kanäle und Konversionsraten sowie einen externen Wächter.
Einsatzszenarien
- Ausfälle nach Stunden bemerken, nicht nach Wochen: Sentinel prüft jede Stunde. Bleiben die Besuche einer Website aus, kommt der Alarm nach wenigen Stunden und nicht erst beim Blick in den Monatsbericht.
- Gemessen am Normalwert Ihrer Website: Jede Website wird mit sich selbst verglichen: derselbe Wochentag und dieselbe Stunde der letzten 8 Wochen. Ruhige Nächte und Wochenenden lösen keinen Alarm aus.
- Ziele und Shop-Bestellungen im Blick: „Ziel erfasst nichts mehr“ meldet Ziele, die sonst regelmäßig erreicht werden, und Shops, die keine Bestellungen mehr erfassen.
- Bots, Spam und doppelte Seitenaufrufe: Ungewöhnliche Anstiege mit Anzeichen für Bots und stark veränderte Aktionen pro Besuch fallen auf, bevor sie Ihre Berichte verfälschen.
- Alarme dort, wo Ihr Team arbeitet: E-Mail an die Administratoren der Website und weitere Adressen, dazu Webhooks für Slack, Microsoft Teams oder jedes System, das JSON annimmt.
- Ruhe statt Alarmflut: Ein Alarm, wenn ein Problem beginnt, eine Entwarnung, wenn es vorbei ist. Warnungen auf Wunsch als Tagesbericht, Ruhezeiten für Wartung oder geschlossene Shops.
- Auch Archivierung und Tracking-Fehler: Sentinel meldet, wenn die Archivierung die Berichte nicht mehr aktuell hält oder Matomo Tracking-Anfragen ablehnt.
- Kostenlos und quelloffen: GPL v3 oder neuer. Alle Daten bleiben in Ihrer Matomo-Datenbank.
Sentinel überwacht die Tracking-Daten Ihrer Websites in Matomo und meldet sich, sobald das Tracking gestört aussieht: fehlende Besuche, plötzliche Einbrüche, Ziele ohne Konversionen, Bot-Spitzen und Archivierungsprobleme. Es prüft jede Website stündlich, vergleicht sie mit ihren eigenen Normalwerten und alarmiert Sie per E-Mail, Slack, Microsoft Teams oder Webhook. Ist das Problem vorbei, kommt eine Entwarnung.
Einrichtung Schritt für Schritt
Wie Sie Plugins installieren und aktivieren, steht unter Plugins installieren. Sentinel braucht Matomo 5.0 oder neuer und PHP 8.1 oder neuer. Für die Seite von Sentinel brauchen Sie Administrator-Rechte für mindestens eine Website, für die Einstellungen der ganzen Instanz Hauptadministrator-Rechte.
1. Sentinel installieren
Mit dem Connector öffnen Sie Administration → Plugins → Feinwerk Plugins und klicken bei Sentinel auf Installieren. Der Connector lädt die passende Version, installiert und aktiviert sie. Ohne Connector laden Sie die ZIP-Datei über ZIP herunterladen auf der Plugin-Seite, laden sie in Matomo hoch und aktivieren Sentinel unter Administration → Plugins → Plugins verwalten oder auf der Kommandozeile:
./console plugin:activate FeinwerkSentinel
Vor dem Aktivieren auf einer Instanz mit echten Daten: Ab Werk bekommen die Administratoren jeder Website die Alarme (gibt es keine, die Hauptadministratoren). Der erste Lauf liest bis zu 8 Wochen zurückliegende Besuche pro Website, auf großen Instanzen verteilt über mehrere Läufe, und kann schon Probleme der letzten Tage finden. Prüfen Sie deshalb gleich nach dem Aktivieren die Empfänger (Schritt 5).
2. Geplante Aufgaben laufen lassen
Sentinel prüft stündlich als geplante Aufgabe von Matomo. Es läuft deshalb nur, solange der Cronjob von Matomo (core:archive) oder die Aufgaben über den Browser laufen. Empfohlen ist der Cronjob: Ohne ihn läuft Sentinel nur, wenn jemand Matomo öffnet. Ist Sentinel seit über zwei Stunden nicht gelaufen, zeigt die Tracking-Gesundheit einen Hinweis, und die Systemprüfung meldet eine Warnung.
3. Die Seite von Sentinel öffnen
Öffnen Sie Administration → Diagnose → Sentinel. Die Seite steht allen Benutzern mit Administrator-Rechten für mindestens eine Website zur Verfügung und zeigt nur deren Websites. Oben wählen Sie unter Website, welche Website Sie einstellen. Alle folgenden Einstellungen gelten für diese eine Website.
4. Checks und Schwellen festlegen
Unter Checks steht jeder Check mit seiner Schwere und seinen Einstellungen. Jeder Check lässt sich für die Website ein- und ausschalten, ab Werk sind alle an.
- Keine Besuche mehr (Kritisch): Stunden ohne Besuche (Standard 3) und Mindestens erwartet (Standard 20). Kein Alarm, wenn in dieser Zeit weniger Besuche zu erwarten sind.
- Einbruch der Besuche (Kritisch): Empfindlichkeit (k) (Standard 4) und Anteil am üblichen Wert (Standard 0,5: Alarm erst bei weniger als der Hälfte der üblichen Besuche).
- Ziel erfasst nichts mehr (Warnung): Tage ohne Konversion (Standard 2) und Mindestens erwartet (Standard 3 Konversionen). Gilt für jedes Ziel, das sonst regelmäßig erreicht wird, und bei Shops auch für die Shop-Bestellungen.
- Ungewöhnlicher Anstieg (Bots, Spam) (Warnung): Empfindlichkeit (k) (Standard 4). Ein Alarm braucht mehr Besuche als sonst und zusätzlich Anzeichen für Bots oder Spam: eine sehr hohe Absprungrate, sehr kurze Besuche, ein Land oder Provider mit einem plötzlich dominierenden Anteil oder einen neuen Verweis mit vielen Besuchen.
- Aktionen pro Besuch auffällig (Warnung): Empfindlichkeit (k) (Standard 4) und Mindeständerung (Standard 0,4: der Wert muss sich um mindestens 40 % ändern).
- Tracking-Fehler (Warnung): keine Einstellungen. Meldet, wenn Matomo Tracking-Anfragen für diese Website ablehnt (unbekannte Website-ID, fehlende Authentifizierung).
- CNIL-Ausnahme bei deutscher Website (Hinweis): keine Einstellungen. Hinweis, wenn die CNIL-Richtlinie von Matomo für eine Website aktiv ist, die sich an Deutschland richtet.
Bei der Empfindlichkeit (k) melden höhere Werte seltener, 4 ist ein guter Startwert. Den Check Archivierung gibt es einmal für die ganze Instanz, er wird in Schritt 9 eingestellt.
5. E-Mail-Empfänger festlegen
Im Bereich E-Mail:
- Administratoren dieser Website benachrichtigen (wenn es keine gibt: die Hauptadministratoren): ab Werk an. Jeder Administrator bekommt die Mails in der Sprache, die er in Matomo eingestellt hat.
- Weitere E-Mail-Adressen: eine Adresse pro Zeile, höchstens 20.
- Warnungen als Tagesbericht senden: Warnungen werden gesammelt und einmal am Tag um 8:00 Uhr (Zeit der Website) verschickt. Kritische Alarme gehen immer sofort raus, Hinweise erscheinen nur in Matomo.
Hat sich jemand über den Link in einer Alarm-Mail abgemeldet, steht er hier unter Über den Link in einer Alarm-Mail abgemeldet. Mit Wieder eintragen bekommt er wieder Alarme (siehe „Gut zu wissen“).
6. Webhooks für Slack, Microsoft Teams und andere Systeme
Im Bereich Webhooks (Slack, Microsoft Teams, andere) klicken Sie auf Webhook hinzufügen und tragen URL, Format und optional ein Geheimnis ein. Pro Website sind bis zu 5 Webhooks möglich.
- Slack: die URL eines Incoming Webhooks.
- Microsoft Teams: die URL eines Workflows „Bei Empfang einer Teams-Webhookanforderung“.
- Allgemeines JSON: für jedes andere System. Jeder Alarm kommt als JSON-Objekt, unter anderem mit
event,site,check,severity,state(open,resolvedodertest),message,started_at,resolved_atundreport_url.
Mit einem Geheimnis trägt jede Anfrage den Header X-Fw-Sentinel-Signature: sha256=<HMAC>, eine HMAC SHA-256 des Inhalts mit Ihrem Geheimnis (höchstens 200 Zeichen). So prüft der Empfänger, dass die Nachricht von Ihrem Matomo kommt. Erlaubt sind nur https-Adressen im Internet, ohne Benutzername und Passwort in der URL; Adressen in internen Netzen lehnt Sentinel ab.
7. Ruhezeiten eintragen
Unter Ruhezeiten öffnet Sentinel für bestimmte Zeiten keine neuen Vorfälle, zum Beispiel für eine geplante Wartung oder einen geschlossenen Shop. Alle Zeiten gelten in der Zeitzone der Website.
- Jede Woche: mit Wöchentliche Ruhezeit hinzufügen wählen Sie Tage, Von und Bis, etwa sonntags von 2:00 bis 6:00 Uhr. Bis 24:00 bedeutet bis zum Ende des Tages.
- Einmalig: mit Zeitraum hinzufügen tragen Sie bei Von und Bis Datum und Uhrzeit eines einzelnen Zeitraums ein, etwa für einen Relaunch oder Betriebsferien.
Feiertage berücksichtigt Sentinel nicht automatisch.
8. Speichern und Testnachricht senden
Klicken Sie auf Speichern. Danach schickt Testnachricht senden eine Testnachricht an alle Empfänger und Webhooks der Website, so wie später echte Alarme ankommen. Die Testnachricht nutzt die gespeicherten Einstellungen; zwischen zwei Testnachrichten muss eine Minute liegen. Matomo bestätigt, an wie viele E-Mail-Adressen und Webhooks sie gegangen ist.
9. Einstellungen der ganzen Instanz
Hauptadministratoren finden unter Administration → System → Allgemeine Einstellungen → Feinwerk Sentinel (FeinwerkSentinel) (auf der Seite von Sentinel über den Link Einstellungen der ganzen Instanz):
- Archivierung: Alarm nach wie vielen Stunden ohne vollständigen Lauf (Standard 6, erlaubt 1 bis 168). Matomo sollte
core:archivemindestens stündlich ausführen; 6 Stunden vermeiden Alarme bei einzelnen langsamen Läufen. - Archivierung: Besuche pro Tag, ab denen die Archivierung im Browser zu langsam ist (Standard 10.000). Bei Archivierung über den Browser führen Websites über diesem Wert zu einem Hinweis, den Cronjob einzurichten.
- Hauptadministratoren benachrichtigen (Standard an): Hauptadministratoren erhalten die Alarme der ganzen Instanz, etwa zur Archivierung, und die Alarme von Websites ohne Administrator.
- Weitere E-Mail-Adressen für Alarme der ganzen Instanz: eine pro Zeile.
- Webhook für Alarme der ganzen Instanz, dazu Format dieses Webhooks und Geheimnis für die Signatur (optional): wie in Schritt 6, nur https.
- Maximale Laufzeit pro Stunde in Sekunden (Standard 120, erlaubt 10 bis 3.600). Große Instanzen mit vielen Websites brauchen eventuell mehr. Was nicht in einen Lauf passt, läuft im nächsten weiter.
10. Tracking-Gesundheit im Blick behalten
Unter Besucher → Tracking-Gesundheit zeigt Sentinel für die gewählte Website:
- die Gesundheit von 0 bis 100: 100 minus 40 für jeden offenen kritischen Vorfall, 15 für jede Warnung und 5 für jeden Hinweis,
- die offenen Vorfälle, jeweils mit ihrem Beginn,
- den Zeitpunkt der letzten Prüfung,
- die Gesundheit der letzten 30 Tage,
- für Hauptadministratoren die offenen Vorfälle der ganzen Matomo-Instanz, etwa zur Archivierung.
Administratoren der Website kommen über Sentinel-Einstellungen direkt zur Seite von Sentinel. Die Tracking-Gesundheit gibt es auch als Widget für das Dashboard. Sehen kann sie jeder mit Ansichtsrechten für die Website.
Praxisbeispiele
Relaunch ohne Tracking-Code. Eine neue Version der Website geht am Vormittag live, das Tracking-Snippet fehlt im neuen Template. Nach drei Stunden ohne Besuche meldet Keine Besuche mehr einen kritischen Vorfall an die Administratoren und in den Slack-Kanal. Die Folgealarme zu Einbruch und Zielen warten, solange gar keine Besuche ankommen. Sobald der Code wieder eingebaut ist, kommt die Entwarnung.
Consent-Banner nach einem Update. Nach einem Update startet das Tracking nur noch für einen kleinen Teil der Besucher. Es kommen weiter Besuche an, aber deutlich weniger. Am nächsten Morgen meldet Einbruch der Besuche, dass der Vortag nur einen Bruchteil der üblichen Besuche dieses Wochentags hatte, mit gemessenem und erwartetem Wert.
Formular-Ziel nach einer Änderung im Tag Manager. Die Danke-Seite eines Kontaktformulars hat eine neue URL bekommen, das Ziel greift nicht mehr. Nach zwei Tagen ohne Konversion meldet Ziel erfasst nichts mehr das Ziel mit seinem Namen. Bei Shops gilt dasselbe für die Bestellungen.
Wartung jeden Sonntag. Ein Shop wird jeden Sonntag von 2:00 bis 6:00 Uhr gewartet. Eine wöchentliche Ruhezeit für diese Stunden verhindert Alarme. Warnungen lässt das Team als Tagesbericht um 8:00 Uhr kommen, kritische Alarme weiterhin sofort.
Gut zu wissen
- Wie Sentinel vergleicht: „Üblich“ ist der Median desselben Wochentags und derselben Stunde der letzten 8 Wochen. Die statistischen Checks beginnen nach drei Wochen Daten. Websites mit sehr wenig Traffic werden nicht bewertet, damit es keine Fehlalarme gibt. Keine Besuche mehr und Ziel erfasst nichts mehr prüfen stündlich, Einbruch der Besuche, Ungewöhnlicher Anstieg und Aktionen pro Besuch auffällig bewerten abgeschlossene Tage.
- Rohdaten statt Berichte: Sentinel liest Matomos Rohdaten des Trackings. Eine verspätete oder fehlgeschlagene Archivierung sieht deshalb nie wie fehlende Besuche aus; dafür gibt es den eigenen Check Archivierung.
- Ein Alarm pro Problem: ein Alarm, wenn ein Problem beginnt, eine Entwarnung, wenn es vorbei ist, keine Wiederholungen. Alarme nennen, wo es passt, den gemessenen und den erwarteten Wert und verlinken den Bericht in Matomo.
- Abmelden und wieder eintragen: Jede Alarm-Mail enthält einen Abmeldelink für ihren Empfänger und ihre Website. Der Link öffnet die Seite Alarme von Sentinel abbestellen, ein Klick auf Abbestellen bestätigt. Danach bekommt die Person keine Alarme dieser Website mehr, auch wenn sie Administrator ist oder als Adresse eingetragen ist. Auf der Seite von Sentinel steht sie unter Über den Link in einer Alarm-Mail abgemeldet, ein Administrator trägt sie mit Wieder eintragen wieder ein. Abmeldungen von den Alarmen der ganzen Instanz sehen Hauptadministratoren oben auf der Seite. Haben sich alle Empfänger einer Website abgemeldet, sendet auch die Testnachricht nichts.
- Systemprüfung: Unter Administration → Diagnose → Systemprüfung steht der Eintrag Sentinel (Tracking-Gesundheit) mit dem Zeitpunkt des letzten Laufs und den offenen Vorfällen. Liegt der letzte Lauf mehr als zwei Stunden zurück, zeigt er eine Warnung.
- Gespeicherte Daten: stündliche Besuchszahlen pro Website (keine personenbezogenen Daten, 70 Tage), daraus berechnete Normalwerte, die Vorfälle (behobene bis zu 400 Tage), Ihre Einstellungen und die Abmeldungen, diese als Schlüssel und nie als Adresse. Tägliche Summen über bis zu 400 Tage legt Sentinel nur an, wenn ein Zusatz-Plugin wie Sentinel Pro sie braucht. Alles bleibt in Ihrer Matomo-Datenbank.
- Nichts verlässt Ihren Server: Sentinel sendet keine Daten nach außen, außer den Alarmen an die E-Mail-Adressen und Webhooks, die Sie eintragen. Beim Deinstallieren entfernt Sentinel seine Tabellen und Einstellungen.
- Kommandozeile:
./console feinwerksentinel:runstartet einen Lauf sofort, mit--idsite=Nnur für eine Website.--dry-runzeigt nur die Ergebnisse,--no-notifyaktualisiert die Vorfälle, ohne Alarme zu senden. - Sentinel Pro: Das optionale Zusatz-Plugin ergänzt Prognosen als Erwartungswerte, Feiertage pro Website, Checks für einzelne Kanäle und Konversionsraten sowie einen externen Wächter. Seine Checks erscheinen auf derselben Seite neben denen von Sentinel.
- Fehlersuche: Zeigt die Tracking-Gesundheit „Sentinel hat diese Website noch nicht geprüft“ oder den Hinweis auf den Cronjob, prüfen Sie Cron und geplante Aufgaben. Kommt keine Mail an, senden Sie eine Testnachricht und prüfen Sie die E-Mail-Einstellungen von Matomo. Mehr unter Fehlerbehebung.
Technische Referenz
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Technischer Name | FeinwerkSentinel |
| Aktuelle Version | 0.2.1 |
| Matomo | ≥ 5.0.0, < 7.0.0-b1 |
| PHP | ≥ 8.1.0 |
| Lizenz | kostenlos |
| Datenbankänderungen | keine in der aktuellen Version |
FAQ
Warum fallen Tracking-Ausfälle in Matomo so spät auf?
Matomo zeigt keine Fehlermeldung, es erfasst einfach weniger. Ein geändertes Consent-Banner, eine Änderung im Tag Manager oder ein Relaunch ohne Tracking-Code fällt deshalb meist erst auf, wenn jemand den Monatsbericht öffnet. Die fehlenden Daten lassen sich dann nicht mehr nachholen.
Woher weiß Sentinel, was für meine Website normal ist?
Sentinel bildet für jede Website den Median desselben Wochentags und derselben Stunde der letzten 8 Wochen. Die statistischen Checks beginnen, sobald eine Website drei Wochen Daten hat. Websites mit sehr wenig Traffic werden nicht bewertet.
Gibt es Fehlalarme, wenn die Archivierung hinterherhinkt?
Nein. Sentinel liest die Rohdaten des Trackings, nicht die archivierten Berichte. Eine verspätete Archivierung sieht deshalb nie wie fehlende Besuche aus. Bleibt die Archivierung zu lange aus, meldet das ein eigener Check.
Wer bekommt die Alarme?
Ab Werk die Administratoren der Website (gibt es keine: die Hauptadministratoren), dazu die E-Mail-Adressen und Webhooks, die Sie eintragen. Jede Alarm-Mail enthält einen Abmeldelink für ihren Empfänger.
Kann ich Alarme während einer Wartung abschalten?
Ja. Mit Ruhezeiten, jede Woche oder einmalig, öffnet Sentinel für diese Zeiten keine neuen Vorfälle.
Was brauche ich dafür?
Matomo 5.0 oder neuer, PHP 8.1 oder neuer und den Cronjob von Matomo (core:archive) oder die Aufgaben über den Browser. Sentinel läuft stündlich als geplante Aufgabe von Matomo.
Werden Daten an Feinwerk oder Dritte gesendet?
Nein. Sentinel speichert alles in Ihrer Matomo-Datenbank und sendet Alarme nur an die E-Mail-Adressen und Webhooks, die Sie eintragen.
Was kostet Sentinel?
Nichts, Sentinel ist kostenlos und quelloffen. Wer Prognosen, Feiertage und Checks pro Kanal möchte, ergänzt das optionale Zusatz-Plugin Sentinel Pro.