VisitJourney
Verfolgen Sie in Matomo, wie Besuche ab der Einstiegsseite über Seiten, Ereignisse und Ziele weitergehen und welche Schritte vor einer Anfrage oder Bestellung liegen, als interaktives Flussdiagramm.
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Überblick
VisitJourney zeigt in Matomo, welche Wege Besuche durch Ihre Website nehmen: ab der Einstiegsseite Schritt für Schritt nach vorn und von jedem Ziel aus rückwärts. Seitenansichten, ausgewählte Ereignisse und Ziele sind dabei gleichwertige Schritte eines Pfads. Die Berichte finden Sie unter Verhalten → Besuchspfade.
Funktionen
- Pfade ab Einstieg: Ein Flussdiagramm zeigt, wohin Besuche nach ihrer ersten Seite gehen, mit dem Anteil, der weitergeht oder aussteigt. Sie wählen 5 bis 50 Einträge pro Schritt und blenden mit + Schritt und × Schritte ein und aus. Seltene Einträge stehen gesammelt unter „(Andere)“, mit ihrer Anzahl.
- Wege zum Ziel: Für jedes Ziel und für E-Commerce-Bestellungen die Schritte vor der Conversion, dazu die Top-Sequenzen mit Konversionen, Anteil und Umsatz. Ein Klick auf eine Sequenz hebt genau diesen Weg im Diagramm hervor. Das Widget steht auch auf der Seite jedes Ziels und auf der E-Commerce-Übersicht.
- Erkunden: Zeigen Sie auf einen Eintrag, und die verbundenen Wege werden hervorgehoben. Ein Klick hält die Hervorhebung fest, Esc oder ein Klick daneben löst sie. Ein Klick auf einen Spaltenkopf zeigt bis zu 500 Einträge des Schritts, der CSV-Export enthält alle.
- Viele Ziele, eigene Dashboards: Die Zielauswahl sieht aus wie Matomos eigene Auswahlfelder und hat ab acht Zielen ein Suchfeld. Im Dashboard behält jedes Widget sein eigenes Ziel, seine Schritte und Einträge, und zwei bis drei Schritte passen in eine Dashboard-Spalte mit halber Breite. Auf den Berichtsseiten merkt sich Matomo Ihre Auswahl und das zuletzt gewählte Ziel je Website.
- Ihre Seitenstruktur: Seiten erscheinen als URL oder Seitentitel und lassen sich per Regel gruppieren, etwa alle Seiten unter
/produkte/als „Produktseite“. Ereignisse erscheinen nur für die Kategorien, die Sie freigeben. - Export und API: Top-Sequenzen und die Einträge eines Schritts als CSV-Datei mit Spaltennamen in Ihrer Sprache, die Top-Sequenzen auch in E-Mail-Berichten, dazu vier API-Methoden.
- Dunkler Modus und zwei Sprachen: Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch, sie passt sich dem dunklen Modus von Matomo an.
So wird gezählt
- Pfade ab Einstieg zählen Besuche, am Tag ihrer letzten Aktion, wie Besucher → Übersicht.
- Wege zum Ziel zählen jede Konversion einzeln, an ihrem eigenen Tag, wie der Bericht Ziele.
- Aufeinanderfolgende gleiche Schritte, etwa ein Neuladen, zählen als ein Schritt.
- Downloads, ausgehende Verweise, die interne Suche und nicht freigegebene Ereignisse erzeugen keinen Schritt und unterbrechen den Pfad nicht.
- Jeder Pfad beschreibt einen Besuch. Wege über mehrere Besuche verbindet das Plugin nicht.
- Woche, Monat und Jahr sind die Summe ihrer Tage. Nach einer Änderung der Einstellungen zeigen auch sie die neuen Pfade, sobald die nächste Archivierung gelaufen ist.
Große Instanzen
Die Pfade entstehen bei Matomos Archivierung, nie beim Öffnen eines Berichts. Größengrenzen je Website und Tag halten den Speicherbedarf im Rahmen. Auf Wunsch verarbeitet das Plugin ab einer einstellbaren Zahl von Besuchen pro Tag eine Stichprobe und rechnet hoch, die Berichte sagen das dann dazu. Pfade gibt es für alle Besuche und für Segmente, die Matomo vorab verarbeitet.
Voraussetzungen
- Matomo 5.12 oder neuer
- PHP 8.1 oder neuer
- Matomos Archivierung, bei viel Traffic per Cronjob
Installation
Mit einem Klick über den Feinwerk-Connector oder als ZIP-Datei, siehe Plugins installieren.
Lizenz
Kostenpflichtiges Plugin, es gilt die Feinwerk EULA.
Einsatzszenarien
- Wege statt Einzelseiten: Matomo zählt, wie oft jede Seite aufgerufen wird. VisitJourney zeigt, was danach kommt: Schritt für Schritt ab der Einstiegsseite, mit dem Anteil, der weitergeht oder aussteigt.
- Sehen, was vor dem Ziel passiert: Für jedes Ziel und jede E-Commerce-Bestellung zeigt VisitJourney die Schritte vor der Conversion und die häufigsten Abfolgen, auch direkt auf der Seite des Ziels und auf der E-Commerce-Übersicht. Ein Funnel für jedes Ziel, ohne die Schritte vorher festzulegen.
- Seiten, Ereignisse und Ziele in einem Pfad: Ein Video-Start oder ein Formular-Ereignis steht als eigener Schritt zwischen den Seitenansichten. Produktseiten fassen Sie per Regel zu einem Eintrag zusammen, damit die Wege lesbar bleiben.
- Berechnet bei der Archivierung: Die Pfade entstehen bei Matomos Archivierung, nicht beim Öffnen des Berichts. Größengrenzen und eine optionale Stichprobe halten den Aufwand auch bei sehr viel Traffic im Rahmen.
VisitJourney zeigt in Matomo, welche Wege Besuche durch Ihre Website nehmen: ab der Einstiegsseite Schritt für Schritt nach vorn (Pfade ab Einstieg) und von jedem Ziel aus rückwärts (Wege zum Ziel). Seitenansichten, ausgewählte Ereignisse und Ziele sind dabei gleichwertige Schritte eines Pfads. Matomos eigener Bericht Transitionen zeigt für eine einzelne Seite den Schritt davor und danach, VisitJourney den ganzen Weg über mehrere Schritte.
Einrichtung Schritt für Schritt
Wie Sie VisitJourney installieren und aktivieren, steht unter Plugins installieren. Das Plugin braucht Matomo 5.12 oder neuer und PHP 8.1 oder neuer, zusätzlicher Tracking-Code ist nicht nötig. Die Pfade berechnet Matomos Archivierung. Bei viel Traffic sollte sie, wie Matomo es empfiehlt, per Cronjob laufen (./console core:archive). Die Einstellungen einer Website ändern Nutzer mit Administratorrechten für diese Website, die Grenzen für die ganze Instanz nur Hauptadministratoren. Die Berichte sehen alle, die die Website ansehen dürfen.
1. Festlegen, wie Seiten heißen
Öffnen Sie Administration → Webseiten → Verwalten und klicken Sie bei der Website auf Ändern (Stift-Symbol). Weiter unten im Formular stehen die Felder von VisitJourney. Unter Seiten anzeigen als wählen Sie, wie Seiten im Pfad erscheinen:
- URL: der Pfad ohne Domain, Parameter und Anker, etwa
/produkte/wanderschuh-alpin. Das ist der Standard. - Seitentitel: der Titel der Seite. Seiten ohne Titel erscheinen als „(ohne Titel)“.
2. Seiten gruppieren
Ohne Regel ist jede Produktseite ein eigener Eintrag, und die selteneren landen unter „(Andere)“. Mit einer Regel sehen Sie stattdessen, wie viele Besuche überhaupt eine Produktseite erreichen. Unter Seiten gruppieren legen Sie dafür Regeln aus einem regulären Ausdruck und einem Label an:
^/produkte/mit dem LabelProduktseite: Alle Produktseiten werden zu einem Eintrag.^/blog/.+mit dem LabelBlogartikel: Alle Artikel unter/blog/werden zu einem Eintrag, die Übersichtsseite/blogbleibt für sich.^/magazin/([^/]+)/mit dem LabelMagazin: $1: ein Eintrag je Rubrik des Magazins.$1bis$9stehen für die eingeklammerten Teile des Musters.^shop\.example\.com/mit dem LabelShop: alle Seiten einer zweiten Domain, die in derselben Website erfasst wird.
So wird verglichen: Beginnt ein Muster mit ^/, gilt es für den Pfad der Seite samt Parametern, etwa /produkte/zelt?farbe=blau. Das gilt auch, wenn davor ein Modifikator wie (?i) steht oder das Muster mit einer Gruppe beginnt, etwa ^(?:/blog/|/magazin/). Alle anderen Muster gelten für die URL ohne Protokoll und ohne „www.“, also für Domain, Pfad und Parameter, etwa shop.example.com/produkte/zelt. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Haben Sie Seitentitel gewählt, gelten die Muster für den Titel. Die Regeln werden von oben nach unten geprüft, die erste passende benennt die Seite. Seiten, auf die keine Regel passt, behalten ihre URL oder ihren Titel. Erlaubt sind bis zu 100 Regeln, ein Muster hat höchstens 500 Zeichen, ein Label höchstens 200.
3. Ereignisse als Schritte freigeben
Unter Ereignisse als Schritte tragen Sie die Ereigniskategorien ein, die im Pfad erscheinen sollen. Je Eintrag wählen Sie den Vergleich (genau oder regulärer Ausdruck) und unter Anzeigen, was im Pfad steht: nur Kategorie (etwa „Ereignis: Video“) oder Kategorie und Aktion (etwa „Ereignis: Video / Abspielen“). Ohne Eintrag erscheinen keine Ereignisse.
Geben Sie nur Ereignisse frei, die für den Weg zählen, etwa Video-Starts, einen Produktkonfigurator oder Formularschritte. Scroll- oder Technik-Ereignisse würden jeden Pfad in viele kleine Schritte zerlegen. Erlaubt sind bis zu 50 Einträge.
4. Speichern und die Vergangenheit berechnen
Klicken Sie auf Speichern. Beim ersten Speichern und nach jeder Änderung plant das Plugin, die Pfade der letzten 30 Tage neu zu berechnen. Ein Hinweis nennt den Zeitraum und den Befehl für ältere Tage, schon mit der richtigen Website und den passenden Daten. Die Neuberechnung erledigt der nächste Archivierungslauf. Danach zeigen diese Tage die neuen Pfade, auch in Woche, Monat und Jahr, und jeder neue Tag kommt von selbst dazu.
Ältere Zeiträume berechnen Sie im Matomo-Verzeichnis neu, hier für die Website mit der ID 1 und die ersten neun Monate des Jahres:
./console core:invalidate-report-data --sites=1 --dates=2026-01-01,2026-09-30 --plugin=FeinwerkVisitJourney
./console core:archive
Der erste Befehl markiert die Pfade dieser Tage zur Neuberechnung, der zweite ist Matomos normale Archivierung. Läuft die Archivierung ohnehin per Cronjob, genügt der erste Befehl: Die Pfade erscheinen nach dem nächsten Lauf. Zeigt ein Bericht noch keine Daten, steht der passende Befehl für Hauptadministratoren auch direkt im Bericht.
Neu berechnen lässt sich nur, wofür Matomo die Rohdaten noch hat. Hat Matomo alte Rohdaten bereits gelöscht (Administration → Privatsphäre → Daten anonymisieren, Abschnitt Lösche regelmäßig alte Daten aus der Datenbank), lassen sich für diese Tage keine Pfade mehr berechnen.
5. Pfade ab Einstieg lesen
Die Berichte finden Sie unter Verhalten → Besuchspfade. Pfade ab Einstieg zeigt je Spalte einen Schritt: Schritt 1 · Einstieg, Schritt 2 und so weiter. Jeder Eintrag ist eine Seite, ein freigegebenes Ereignis oder ein Ziel, die Breite der Bänder entspricht der Zahl der Besuche. Der Kopf jeder Spalte nennt die Summe und den Anteil, der weitergeht oder aussteigt. In jedem Eintrag zeigt der schraffierte Teil die Ausstiege.
- Größe einstellen: Mit Schritte und Einträge pro Schritt (5, 8, 10, 15, 20, 30 oder 50) bestimmen Sie, wie viel das Diagramm zeigt. + Schritt rechts neben der letzten Spalte zeigt einen Schritt mehr, das × im Kopf der letzten Spalte blendet ihn wieder aus.
- Wege hervorheben: Zeigen Sie auf einen Eintrag, und alle verbundenen Wege werden hervorgehoben, der Rest wird blass. Der Tooltip nennt Besuche, Anteil am Schritt, Weiter und Ausstieg. Ein Klick hält die Hervorhebung fest. Ein zweiter Klick, Hervorhebung aufheben, Esc oder ein Klick daneben löst sie.
- Schritt-Details: Ein Klick auf einen Spaltenkopf zeigt die Einträge dieses Schritts mit Besuchen, Anteil, Weiter und Ausstieg, nicht nur die im Diagramm angezeigten, bis zu 500 auf dem Bildschirm. Export liefert alle Einträge als CSV-Datei, mit Spaltennamen in Ihrer Sprache.
- „(Andere)“: „(Andere, 37)“ fasst die 37 selteneren Einträge eines Schritts zusammen. Steht „und mehr“ dabei, wurden seltene Pfade schon bei der Archivierung zusammengefasst.
6. Wege zum Ziel lesen
Wege zum Ziel ist ein Funnel für jedes Ziel, ohne dass Sie die Schritte vorher festlegen. Es zeigt die Schritte vor den Konversionen eines Ziels, vom Ziel aus rückwärts gezählt: rechts die Spalte Ziel mit den Konversionen und, bei Zielen mit Umsatz, dem Umsatz, links davon 1 Schritt davor, 2 Schritte davor und so weiter. Wählen Sie oben das Ziel. Ab acht Zielen hat die Zielauswahl ein Suchfeld, bei Websites mit E-Commerce steht die E-Commerce-Bestellung ganz oben.
- „(Besuchsbeginn)“ heißt: Davor gab es in diesem Besuch keinen Schritt. Der Kopf der Spalte nennt den Anteil der Konversionen, deren Besuch an dieser Stelle begann.
- Tooltip: Er nennt die Konversionen über diesen Schritt und ihren Anteil an allen Konversionen des Ziels.
- Top-Sequenzen: Unter dem Diagramm stehen die Top-Sequenzen vor dem Ziel: die häufigsten Abfolgen als farbige Schritte mit Konversionen, Anteil und Umsatz. Zehn Zeilen sind sichtbar, Alle anzeigen zeigt bis zu 100. Ein Klick auf eine Zeile hebt genau diesen Weg im Diagramm hervor, ein zweiter Klick, Hervorhebung aufheben oder Esc löst ihn. „…“ am Anfang einer Sequenz heißt: Der Besuch kann davor weitere Schritte gehabt haben. Export liefert die Tabelle als CSV-Datei.
- Auf der Seite des Ziels: Dasselbe Widget steht zusätzlich auf der Seite jedes Ziels unter Ziele und für Bestellungen unter E-Commerce → Übersicht, dort mit festem Ziel.
7. Ins Dashboard holen
Wenn Sie dem Dashboard ein Widget hinzufügen, finden Sie unter Verhalten die Widgets Pfade ab Einstieg und Wege zum Ziel, unter Ziele bei jedem Ziel das Widget Wege zu „…“ und unter E-Commerce das Widget für Bestellungen. Jedes Widget behält sein eigenes Ziel, seine Schritte und Einträge, auch nach dem Neuladen. So stehen etwa die Wege zur Kontaktanfrage und die Wege zur Bestellung nebeneinander. Das Ziel merkt sich jedes Widget je Website, denn jede Website hat ihre eigenen Ziele.
Im Dashboard rücken die Spalten des Diagramms enger zusammen: Zwei bis drei Schritte passen in eine Dashboard-Spalte mit halber Breite, längere Pfade scrollen im Widget seitwärts. Ganzen Bericht öffnen führt zur Berichtsseite.
Auf den Berichtsseiten merkt sich Matomo Ihre Auswahl: Schritte und Einträge pro Schritt je Bericht und das zuletzt gewählte Ziel je Website. Für Besucher, die nicht angemeldet sind, etwa bei einem öffentlichen Dashboard, wird nichts gespeichert.
8. Optional: Grenzen für große Instanzen
Hauptadministratoren stellen unter Administration → System → Allgemeine Einstellungen im Abschnitt Besuchspfade ein, wie viel das Plugin speichert. Die Standardwerte passen für die meisten Instanzen:
- Schritte ab Einstieg (Standard 6, 2 bis 10) und Schritte vor einem Ziel (Standard 5, 1 bis 10): So viele Schritte stehen später im Bericht höchstens zur Auswahl.
- Einstiegsknoten (Standard 100) und Folgeknoten (Standard 25): wie viele der häufigsten ersten und nächsten Schritte einzeln gespeichert werden, der Rest steht unter „(Andere)“.
- Größengrenze für Pfade ab Einstieg (Standard 20.000) und Größengrenze je Ziel (Standard 5.000): die Höchstzahl gespeicherter Pfadknoten je Website, Tag und Segment.
- Stichprobe ab Besuchen pro Tag (Standard 0, alle Besuche): Hat eine Website an einem Tag mehr Besuche, berechnet das Plugin den Tag aus einer Stichprobe von etwa so vielen Besuchen und rechnet hoch. Die Auswahl der Besuche ist bei jedem Lauf dieselbe, und die Berichte zeigen dann den Hinweis Stichprobe: 10 % der Besuche, hochgerechnet mit dem tatsächlichen Anteil.
- Besuche pro Datenbankabfrage (Standard 5.000): Größere Werte brauchen weniger Abfragen und mehr Arbeitsspeicher.
- Neu berechnete Tage nach Änderungen (Standard 30, 0 bis 365): wie weit Schritt 4 zurückreicht.
Neue Werte gelten für Tage, die ab jetzt archiviert werden. Schon archivierte Tage behalten ihre Pfade, bis Sie sie mit dem Befehl aus Schritt 4 neu berechnen.
Praxisbeispiele
Wohin geht es nach der Startseite? Ein Outdoor-Shop öffnet Pfade ab Einstieg mit Einträge pro Schritt 8. In Schritt 1 steht die Startseite oben, in Schritt 2 verteilen sich ihre Besuche auf Wandern, Klettern und die Produktseiten. Ein großer schraffierter Anteil bei einer Kategorie zeigt, wo Besucher nicht weiterklicken, ein Klick auf den Spaltenkopf von Schritt 2 listet alle Einträge dieses Schritts.
Welche Wege führen zur Bestellung? Mit der Regel ^/produkte/ als „Produktseite“ wird aus Hunderten Produktseiten ein Schritt. Unter Wege zum Ziel wählen Sie die E-Commerce-Bestellung. Die Top-Sequenzen zeigen, ob Käufer eher über Startseite und Kategorie in den Warenkorb kommen oder direkt auf einer Produktseite einsteigen, mit dem Umsatz je Abfolge.
Was liegt vor einer Kontaktanfrage? Für das Ziel Kontaktanfrage zeigen die Top-Sequenzen, welche Seiten Interessenten vorher lesen, etwa Referenzen, Preise oder einen Ratgeber. Ein Klick auf eine Sequenz hebt den Weg im Diagramm hervor, der Tooltip nennt, wie viele Konversionen insgesamt über denselben Schritt kamen.
Was Blogleser danach tun. Mit der Regel ^/blog/.+ als „Blogartikel“ steht jeder Einstieg über einen Artikel in einem Eintrag. Pfade ab Einstieg zeigt dann, wie viele Leser nach dem Artikel weiterklicken, in den Shop oder zur Newsletter-Anmeldung, und wie viele direkt wieder gehen.
Ereignisse im Pfad. Sie geben die Ereigniskategorie Video mit Kategorie und Aktion frei. Im Pfad steht dann „Ereignis: Video / Abspielen“ zwischen den Seitenansichten, und Sie sehen, ob Besucher nach dem Video zur Produktseite oder zur Kontaktseite gehen.
Ziele als Zwischenschritt. Ziele sind Schritte wie Seiten und Ereignisse. Unter Wege zum Ziel für die E-Commerce-Bestellung sehen Sie deshalb auch, wie viele Bestellungen im selben Besuch nach einer Newsletter-Anmeldung kamen.
Die Wege eines Kanals. Mit einem vorab verarbeiteten Segment, etwa Kanaltyp ist Suchmaschinen, zeigt VisitJourney nur die Wege dieser Besuche. Mit ChannelGrouping geht das auch für Ihre eigenen Marketing-Kanäle über die Segment-Dimension Kanalgruppe. Mit welchen Suchbegriffen Besucher auf die Einstiegsseiten kommen, zeigt SearchReport.
Bereiche einer Website. Mit dem kostenlosen PageFilterReport sehen Sie, wie Blog, Shop und Hilfe einzeln laufen und wo Besuche in einem Bereich einsteigen. VisitJourney zeigt, wohin sie danach gehen. Mit einer Regel je Bereich, etwa ^/blog/ als „Blog“, erscheint jeder Bereich als ein Schritt.
Erst aufräumen, dann auswerten. Bot-Besuche bestehen oft aus einer einzigen Seite und blähen die Ausstiege gleich nach dem Einstieg auf. TrackingSpamScore hält solchen Traffic aus neuen Daten heraus, mit dem kostenlosen DeleteVisitsFilter löschen Sie bereits erfasste Bot-Besuche. Die betroffenen Tage verarbeitet Matomo danach neu, die Pfade eingeschlossen, auch in Woche, Monat und Jahr.
Gut zu wissen
- Wie gezählt wird: Pfade ab Einstieg zählen Besuche, und zwar am Tag ihrer letzten Aktion, wie Besucher → Übersicht. Wege zum Ziel zählen jede Konversion einzeln an ihrem eigenen Tag, wie der Bericht Ziele. Ist bei einem Ziel Mehrfacherreichung pro Besuch erlauben aktiv, hat jede Konversion ihre eigenen Schritte. Woche, Monat, Jahr und eigene Zeiträume sind die Summe ihrer Tage.
- Gleiche Schritte hintereinander zählen als einer. Ein Neuladen der Seite verlängert den Pfad also nicht.
- Was kein Schritt ist: Downloads, ausgehende Verweise, die interne Suche, Inhaltsinteraktionen und nicht freigegebene Ereignisse erscheinen nicht im Pfad und unterbrechen ihn nicht. Verlassene Warenkörbe zählen nicht als Ziel. Wie viele Besuche ganz ohne Schritt waren, nennt eine Fußnote unter dem Diagramm.
- Ein Pfad je Besuch: Jeder Pfad beschreibt einen Besuch. Wege über mehrere Besuche desselben Besuchers verbindet das Plugin nicht.
- „(Andere)“ und Größengrenzen: Seltene Pfade fasst das Plugin unter „(Andere)“ zusammen, damit Archive klein bleiben. An sehr stark besuchten Tagen können Pfade, die erst spät am Tag häufig werden, dadurch leicht unterzählt sein. Der Hinweis Seltene Pfade zusammengefasst unter dem Diagramm sagt das dann dazu.
- Segmente: Pfade gibt es für Segmente, die Matomo vorab verarbeitet. Im Segment-Editor ist das die Einstellung Segmentierte Berichte werden im Voraus verarbeitet. Für andere Segmente zeigt der Bericht einen Hinweis statt einer Grafik.
- Einstellungen im Zeitraum geändert: Haben Sie Regeln geändert, können Tage vor und nach der Änderung Seiten unterschiedlich benennen. Der Hinweis Einstellungen im Zeitraum geändert weist darauf hin, eine Neuberechnung mit dem Befehl aus Schritt 4 bringt alle Tage auf denselben Stand.
- Der laufende Tag wird von Matomo regelmäßig neu archiviert. Auf großen Instanzen begrenzt die Stichprobe auch diesen Aufwand.
- Viele Ziele: Jedes Ziel hat einen eigenen Pfadbaum innerhalb seiner Größengrenze, der Speicherbedarf der Archivierung wächst also mit der Zahl der Ziele.
- Gelöschte Ziele erscheinen in älteren Zeiträumen als „Ziel #3 (gelöscht)“.
- API:
getForwardFlowundgetBackwardFlowliefern die Diagramme,getTopSequencesundgetStepEntriesdie Tabellen. Alle Methoden brauchen Ansichtsrechte für die Website und genau einen Zeitraum, auch eine eigene Zeitspanne. - Gespeicherte Daten: Die Pfade liegen in Matomos Archiven wie die Daten jedes anderen Berichts. Die Auswahl je Nutzer speichert das Plugin in Matomo und entfernt sie, wenn der Nutzer gelöscht wird.
- Fehlersuche: Bleibt der Bericht leer, prüfen Sie, ob die Archivierung seit dem Speichern der Einstellungen gelaufen ist und ob der Zeitraum in den neu berechneten Tagen liegt. Ältere Zeiträume berechnen Sie mit dem Befehl aus Schritt 4. Mehr unter Fehlerbehebung.
Technische Referenz
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Technischer Name | FeinwerkVisitJourney |
| Aktuelle Version | 0.2.2 |
| Matomo | ≥ 5.12.0, < 6.0.0-b1 |
| PHP | ≥ 8.1.0 |
| Lizenz | kostenpflichtig |
| Datenbankänderungen | keine in der aktuellen Version |
FAQ
Worin unterscheidet sich VisitJourney von Matomos Bericht Transitionen?
Transitionen zeigt für eine einzelne Seite, was Besucher direkt davor und danach getan haben. VisitJourney zeigt ganze Wege über mehrere Schritte, ab der Einstiegsseite oder rückwärts von einem Ziel aus, und nimmt freigegebene Ereignisse und Ziele als eigene Schritte mit.
Ist VisitJourney eine Funnel-Analyse?
Ja, nur ohne vorher festgelegte Schritte. Wege zum Ziel zeigt für jedes Ziel und jede E-Commerce-Bestellung, über welche Schritte die Konversionen kamen, auch direkt auf der Seite des Ziels und auf der E-Commerce-Übersicht. Pfade ab Einstieg zeigt je Schritt, wie viele Besuche weitergehen und wie viele aussteigen. Sie müssen also nicht vorher raten, welche Seiten zum Funnel gehören: VisitJourney zeigt die Wege, die Besucher tatsächlich gehen.
Brauche ich zusätzlichen Tracking-Code?
Nein. VisitJourney wertet die Seitenansichten, Ereignisse, Ziele und E-Commerce-Bestellungen aus, die Matomo bereits erfasst. Am Tracking auf Ihrer Website ändert sich nichts.
Welche Ereignisse erscheinen im Pfad?
Nur Ereignisse, deren Kategorie Sie in den Einstellungen der Website freigeben, wahlweise mit der Kategorie allein oder mit Kategorie und Aktion. Ohne Eintrag erscheinen keine Ereignisse. So bleiben häufige Scroll- oder Technik-Ereignisse aus den Pfaden heraus.
Sehe ich auch Pfade aus der Zeit vor der Installation?
Ja, solange Matomo die Rohdaten dieser Tage noch hat. Nach dem ersten Speichern der Einstellungen einer Website und nach jeder Änderung berechnet die nächste Archivierung die letzten 30 Tage neu, Woche, Monat und Jahr eingeschlossen. Für ältere Zeiträume zeigt das Plugin den passenden Konsolenbefehl an, mit Ihrer Website und dem Datumsbereich.
Funktioniert VisitJourney mit Segmenten?
Ja, mit Segmenten, die Matomo vorab verarbeitet. Im Segment-Editor ist das die Einstellung „Segmentierte Berichte werden im Voraus verarbeitet“. Für andere Segmente zeigt der Bericht einen Hinweis statt einer Grafik.
Kann ich im Dashboard die Wege zu mehreren Zielen nebeneinander sehen?
Ja. Jedes Widget behält sein eigenes Ziel, seine Schritte und Einträge, so stehen etwa die Wege zur Bestellung neben den Wegen zur Kontaktanfrage. In eine Dashboard-Spalte mit halber Breite passen zwei bis drei Schritte, längere Pfade scrollen im Widget seitwärts.
Ist VisitJourney für Websites mit viel Traffic geeignet?
Ja. Die Pfade entstehen bei der Archivierung, nie beim Aufruf eines Berichts. Größengrenzen halten den Speicherbedarf im Rahmen, seltene Pfade stehen gesammelt unter „(Andere)“. Für sehr große Instanzen gibt es eine Stichprobe, die Berichte weisen dann darauf hin.
Zeigt VisitJourney Wege über mehrere Besuche hinweg?
Nein. Jeder Pfad beschreibt einen Besuch, von seiner ersten Seite bis zu seinem letzten Schritt. Gab es in einem Besuch vor dem Ziel keinen Schritt mehr, steht dort „(Besuchsbeginn)“.
Kann ich die Zahlen exportieren oder per E-Mail verschicken?
Ja. Die Top-Sequenzen vor einem Ziel exportieren Sie als CSV-Datei und nehmen sie in Matomos E-Mail-Berichte auf. Die Schritt-Details zeigen bis zu 500 Einträge eines Schritts, ihr Export enthält alle, mit Spaltennamen in Ihrer Sprache. Für eigene Auswertungen gibt es die API-Methoden getForwardFlow, getBackwardFlow, getTopSequences und getStepEntries.
Wer sieht die Berichte, und wer ändert die Einstellungen?
Die Berichte sehen alle, die die Website in Matomo ansehen dürfen. Die Einstellungen einer Website ändern Nutzer mit Administratorrechten für diese Website, die Grenzen für die ganze Instanz nur Hauptadministratoren.
Welche Matomo-Version brauche ich?
Matomo 5.12 oder neuer und PHP 8.1 oder neuer. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch, und sie passt sich dem dunklen Modus von Matomo an.